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Mittwoch, 3. April 2013

Geschafft, endlich!

Und natürlich war ich in meinem letzten Post viel zu hoffnungsfroh. Ich wagte in meinem Herzen gar die Idee zu nähren, noch eine vorösterliche Seife sieden zu können. Doch zu oft kommt es unverhofft, wenn auch in dieser Form hoffentlich letztmalig.
Begonnen hatte alles mit leisem Geriesel. Wintergarten mit eingebauter Bewässerung:



Also Zimmerdecke runter, Dachbalken - an dieser Stelle überraschenderweise in Ordnung - und Dachrinne - defekt - freilegen, Gestümper über Gestümper sehen; denn der Vorbesitzer unseres Büdchens war als Handwerker so begeistert wie unbegabt. Nicht nur die Dachrinne war falsch eingebaut, so dass sie durch den Schnee überlaufen konnte. Nein, er hat auch an der Seite des Wintergartens eine Öffnung gelassen, eine veritable Haustür für Tierchen aller Art: Mäuse, Gartenschläfer, Hornissen und Ghule eingeschlossen. Die waren zwar schon alle wieder ausgezogen, hatten aber wie echte Mietnomaden ihr Gerümpel dagelassen, das wir dann entsorgen mussten. Der Dachdecker hat – Hand aufs Herz – sogar noch die Türschildchen abgeschraubt. Und ich weiß nicht, was wir noch alles entdecken werden (ich befürchte aber einiges, nachdem, was wir bis jetzt gefunden haben). Es bleibt jedenfalls spannend.
Dieser Blick in den freien Himmel bot sich uns noch am Montag der Karwoche, die defekte Dachrinne musste natürlich sofort saniert werden, ebenso wie die Decke des Wintergartens:



Leute, das war vielleicht kalt in der Bude, sage ich euch. Und obwohl am Abend der "Lichtschacht" wieder geschlossen war, zog es immer noch wie Hechtsuppe, so ohne Isolierung und mit der offenen Schräge unter dem Dach. Auch im oberen Stübchen, wo jetzt mein Handarbeitszimmer ist, war es nicht sonderlich warm. Die Kälte zog durch das ganze Haus. Also habe ich mir mein eigenes Stückchen Wüstenstimmung ans Fenster gehängt.




Etwas anders belichtet, zeigt sich die Dürftigkeit des Trostes. Das Dach unter meinem Fenster war bis Ostersonntag beschneit.


Aber es geht doch nichts über fleißige Handwerker. Und das meine ich jetzt ganz ohne Ironie.
Diesen Nicht-Ausblick auf unseren Wintergarten konnte ich noch am Gründonnerstag genießen:



Und den Penaten, den Heinzelmännchen oder auch den Handwerkern sei Dank! Das war - sieh mal einer guckeda - der Blick von der Küche in den Wintergarten rechtzeitig zum österlichen Familienschaulaufen, und hoffentlich bleibt er auch so:



Jedenfalls wohnen wir jetzt erst einmal einfach nur in unserem neuen Domizil. Genug geräumt und genug sortiert. 
Aber eine kleine Erinnerung an diese unliebsame Einzugsüberraschung konnte ich mir nicht verkneifen:



Die Maus habe ich vor Jahren einmal gefilzt und beim Einräumen ist sie mir wieder in die Hände gefallen. Macht sie sich nicht gut in ihrem Rahmen an der Wand, in den ich sie fix montiert habe, so als stetes Memento?
Das einzige Paar Socken, das ich dieses Jahr fertiggestellt habe, passt wenigstens zum kalten Wetter. Es ist aus dicker Wolle. Und ganz eigentlich stammen die Socken ja schon aus dem letzten Jahr. Ich habe nämlich nur mehr die letzten vier Reihen an der Spitze des zweiten Sockens an Neujahr fertiggestrickt. Na ja, formal gesehen, fällt die Fertigstellung in dieses Jahr. Sonst hätte ich ja jetzt gar nichts vorzuweisen. Und ein bisserl Handarbeit pro Post will schon sein.



Aber wenn es an Ostern auch kalt war und die Reparaturen erst in letzter Minute beendet, so war es doch das erste Fest im neuen Zuhause. Und es war ein wirklich schönes und fröhliches Familientreffen.
Und egal, was noch aus der Wand geschlagen oder aus dem Keller gebuddelt wird, ich liebe diese Bude. Und soll ich euch was sagen - heute haben schon ein paar furchtlose Mücken getanzt. Es sah zwar etwas schwerfällig aus, weil ihnen dauernd die langen Unterhosen rutschten, aber immerhin, ein Anfang ist gemacht.

miscellanea

Kommentare:

  1. Du Arme , gebeutelte....aber Deinen Humor behälst Du immer....Die Maus ist klasse und die Vorstellung von Mücken in langen Unterhosen lässt mich grinsen....

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  2. Dass es soooo knapp vor unserem Besuch erst fertig geworden ist, war mir gar nicht bewußt! Wenn man sieht, wie es am Gründonnerstag noch ausgesehen hat, kann man sich da nur wundern!! Aber schön ist es geworden und sehr gemütlich und in dem tollen Kabäuschen unterm Dach werden sicherlich noch sehr viele tolle Handarbeiten das Licht der Welt erblicken. Da freue ich mich jetzt schon darauf!

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  3. Schön, wieder von Dir zu hören - hab' Dich und Deinen Humor schon vermisst. Ab jetzt wird's bestimmt wieder besser und es sieht doch schon richtig toll aus bei Euch. Die Maus finde ich klasse.
    LG

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  4. Die Arbeit lohnt sich, auch wenn es vielleicht jetzt noch nicht überall danach aussieht. Ich finde es schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen, habe es nämlich sehr schmerzlich vermisst :-)

    Herzl. Grüße
    Eva

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Ich freue mich über euere Kommentare. Danke, dass ihr euch die Zeit dafür nehmt :-)))

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