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Donnerstag, 31. Juli 2014

Sammelsurium im Juli

In manchen Zeiten kann man gar nicht genug Beschäftigung für das nervöse Händchen finden und manchmal reicht schon der bloße Gedanke ans Handarbeiten, um sofort in Tiefschlaf zu versinken. Ich meine, vielen Leuten ergeht es immer so (schnarch), bei mir waren es nur einige Monate. Trotzdem habe ich im letzten Dreivierteljahr tatsächlich etwas  fertiggestellt. Hier ein Paar Filzhatschen, Größe Lulatsch ...


... und größenmäßig dazu passende Socken:


Diese Socken hier sind zwar aus dickerer Wolle, dafür aber damenhafter in der Größe:


Für ein schöneres Strickerlebnis sind die Maschenmarkierer gedacht, gezwickt und geknipst aus nylonummanteltem Draht und Glasperlen ....



... oder für den leichteren Strickgenuss mit Plastikperlen:



Das Bügeleisen musste auch wieder hart arbeiten. Dieses Mal: Grob ausgeschnittene Motive aus dünnem Papier - Ausschnitte aus Zeitungen, Prospekten etc. - werden zuerst zwischen Backpapier auf Frischhaltefolie gebügelt, dann, wenn sie etwas ausgekühlt und sozusagen gummiert sind, werden sie exakt zugeschnitten und können unter einem Stück Back- oder Pergamentpapier auf Tüten oder ähnliches gebügelt werden. Außerdem vermeidet man auf diese Weise, dass das dünne Papier wellig wird, was passieren kann, wenn es auf herkömmliche Weise geklebt wird. Für Leute wie mich, die mit Klebestiften, -tuben, -rollern auf Kriegsfuß stehen, ist das sicher eine gute Lösung, um individuelle Geschenktüten herzustellen ... manchmal beschleicht mich allerdings die Frage, ob ich sonst keine Probleme habe ...


Ein äußerst verspätetes Weihnachtsgeschenk hängt hier in unserem Hollerbusch, ein limonengrüner Nunoschal, befilzt in Rot- und Orangetönen, schön sommerlich. Da er ohnehin nicht unbedingt wintertauglich ist, war vielleicht jetzt gerade die rechte Zeit, ihn zu überreichen.


Uns hat auch ein Geschenk erreicht: Leider habe ich die Farben und die Tiefe des Bildes nicht so richtig auf ein Foto bannen können. Jedenfalls wird es sehr schön über unsere Anrichte passen, auf der es vorläufig noch ungerahmt steht. Es gefällt mir von Mal zu Mal besser, wenn ich daran vorbeigehe.


Und ein Fundstück: "Komm in den Garten" hat jemand in die Glasflasche geritzt, aber erst nach Ablösen des Etiketts wurde auch der Rest der Worte sichtbar: "Komm in den Garten der Liebe" steht da. Unwillkürlich beginnt ein Reigen von Geschichtchen sich zu drehen.


Die beiden auf dem Stein haben den Text, wie es scheint, wohl auch gelesen und sich ihre Gedanken dazu gemacht:
Schneckenliebe ...


... oder ist die Graue einfach nur ein Hindernis auf dem Weg zu grüneren Weiden?


Offensichtlich. Man hat sich nicht viel zu sagen ...


... und so geht Jede wieder ihres Weges ...


... und wohin der führt, weiß ich genau, nämlich direkt in unser Kürbis- und Zucchinibeet.


Von den Rosen halten sie sich glücklicherweise fern.


Und sie, sie lächelt zwar süß, aber von der Liebe weiß sie wohl auch nichts. Prinzessinnen sind immer im Dienst, diese hier schützt eine Anhängerkupplung vor Rost.
 


Ein nützlicher, wenn auch trostloser Job! Vielleicht sollte man ihr einen Prinzen vorbeischicken oder einen dicken grünen Frosch. Wer wen küsst, ist letztlich egal, erlöst werden beide; denn wo die Liebe hinfällt, wächst kein Gras mehr, nur Blümchen. Das ist eine altbekannte Tatsache.

miscellanea

Kommentare:

  1. Du warst doch gar nicht handarbeitsfaul - so wie ich das sehe. Ein bisschen schnarch sollte uns allen aber doch auch mal vergönnt sein finde ich.
    Liebe Grüße

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  2. Der Nunoschal ist ein Traum und die Maschenmarkierer sind toll.
    Deine fotos sind wieder wunderschön.
    LG
    Marianne

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  3. Solche Filzschluppen sind gôttlich,ich leide unter Eisfûße,sogar im Sommer :-)
    Warst sehr fleißig!
    Lieben Gruß
    Sibylle

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Ich freue mich über euere Kommentare. Danke, dass ihr euch die Zeit dafür nehmt :-)))

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