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Freitag, 12. August 2016

Es sommert noch ein bisschen - Nicht-Upflamör 2016

Das Wetter hat noch ein bisschen Sommer übrig, den es so hin und wieder zwischen Tage mit schon spätherbstlichen Temperaturen streut. Zeit für mich, meine zweite Seife aus dem Upflamör-Workshop vom März 2016 im Sonnenschein zu fotografieren, eine Laceseife nach dem Rezept von Sannyas, aus Kokosfett, Stearinsäure und Olivenöl für die eigentliche Seife. Für die "Seifenspitze" gab es einen gemeinsamen Seifenleim, der zusätzlich noch Palmfett enthielt, von dem jede sich eine Portion nehmen und nach eigenem Gusto einfärben konnte. Ich habe mich für Schwarz entschieden. Und wie üblich, habe ich mir wieder nicht notiert, womit die Seife beduftet ist. 


Schwarze Spitze - sündig, sündig!

Für das Muster haben wir uns ...

... eine Silikonmatte von einem Spitzendeckchen aus
Plastik abgeformt

Für das "Familienfoto" aller Seifenstücke, das ich heute noch gemacht habe, brauchte ich schon wieder den Blitz. Es wurde den ganzen Tag nicht richtig hell.
Und obwohl das Rezept nicht von mir selbst ist, bekommt die Laceseife - wie alle meine Upflamörseifen - eine Nummer. Sie ist meine Nr. 99.

Geblitzte Schnipselspitze

Auf dem Märztreffen hatten wir noch eine andere Seife im Programm, eine mit Hafermehl und Eselsmilch, mit Palmfett, Kokosfett und Rapsöl - meine 100. Seife, wow!
Aufgrund eines Missverständnisses bezüglich der Menge an NaOH für die Lauge musste ich die Seife zu Hause nochmals einschmelzen und nachverseifen. Das ist aber ganz gut gelungen. Die Farbe passt zwar zur heutigen trüb-dunklen Herbststimmung, aber das Seifchen verwäscht sich außerordentlich angenehm mit einem sehr cremigen Schaum.


Nachbearbeitet in Würfelform ...

... und aus der Blockform, mit Spiralknopfstempel ...

... und goldfarbenem Glitzer ...

... auf dem struppigen Scheitel

Im März hat meine Nichte mich zum Workshop begleitet. Es hat ihr offensichtlich ganz gut gefallen, vor allem das "Après-Soaping" mit Stempeln und Perlendrehen. Doro hat sie unter ihre Fittiche genommen und ihr nicht nur das Perlendrehen gezeigt, sondern die entstandenen Werke auch gleich auf eine Kette aufgezogen. 


Nichtenerstlingsperlen

Im Juli haben wir uns wieder im "Schlössle" getroffen. Dieses Mal konnten wir bei schönem Wetter auch wieder draußen Tabletts bemalen, mit Papier beziehen und bestempeln.


Vögelchen und Schnörkel

Motive von einem Kimono - Der
Wind hat einige Segel aus dem
Papier geweht 

Sogar an den Seiten segelt und
schnörkelt es - Dekowahn!

Für die Segel, die ich zusätzlich auf das Tablett mit den Kimonomotiven gestempelt habe, durfte ich einen von Doros Radiergummis zerschnitzeln. Ich hatte selbst überhaupt nichts dabei, aus dem sich Stempel hätten fertigen lassen, und ich musste einfach diese Idee umsetzen, sonst hätte ich ein Ei gelegt. Wenn's mich packt, bin ich unmöglich!
Mit der geplanten Seife hatten wir auch dieses Mal wieder kein Glück. Ein Tippfehler hat uns eine mit 0% überfettete Seife beschert. So habe ich sie zuhause gleich zu Putzseife ausgesalzen. Glück für euch: Keine Fotos (Uff).
Gut gelungen ist hingegen die Handwaschpaste aus Kokosfett, Rapsöl und Olivenöl mit KOH. Rezept von Sannyas, Töpfchen von Andrea Seifenzwerg, Etiketten von Doro. Nach Angelikas Rezept ist noch ein Salzschrubbel entstanden.


Hübsch eingedost, in Gold und
Silber bedeckelt ...

... und dekorativ etikettiert

Und obwohl der Perlenbrenner dieses Mal leider, leider zu Hause bleiben musste, hat sich an der Perlenfront doch etwas getan. Doro hat mir meine türkisfarbenen Perlen zu einer Kette zusammengestellt, mit Rocailles, Viereckperlen aus Bergkristall und einem hübschen silbernen Fisch. Vielleicht lege ich die Kette der schnöden Prahlerei wegen in unsere Vitrine.


Meine Perlenlieblinge ...

... auf rosafarbener Seide.
So gehört sich das

Auf dem Nachhauseweg bin ich noch ein wenig vom Weg abgekommen und habe im Freilichtmuseum Illerbeuren vorbeigeschaut. Der Tag war blutig heiß, und ich musste mich von Haus zu Haus retten, um mir nicht einen Sonnenbrand zu holen. Aber interessant war's doch. Ich mag diese Erinnerungen an frühere Lebenswelten. Hier einige altschwäbische Impressionen:


Handarbeitskorb, angestaubt, aber extravagant

Fachwerk dominiert

Wettergegerbt und zerfurcht wacht das Auge Gottes
an der Türe noch immer über Kommen und Gehen

Messer und Gabel als Intarsien
auf einem Tisch, damit man auch
sicher weiß, wofür er gedacht ist


Lauschiger Winkel

Gärtchen, Häuschen, Krämerlädchen

Zu heiß für's Hausbanksitzen

Neugier:
Wozu ein Griff am Fensterbrett?

Aha! Versenkbarer Fensterladen -
Raffitückisch

Ein Schattenplatz - Endlich!

Zuhause ange- und meiner Autosauna entkommen, habe ich erst einmal ausgiebig kalt geduscht. So kalt und trüb, wie das Wetter heute ist, mag ich gar nicht daran denken. Heute konnte mir das Wasser gar nicht heiß genug sein. Was für ein närrischer Sommer!

miscellanea

Kommentare:

  1. Dein Schrubbelwutz ist genial :-) das Spitzengedöns ,ein edler Einfall nebst Umsetzung ...
    Lieben Gruß
    Sibylle

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  2. Hallölein,
    deine Seifen sind allesamt wunderbar. Es muss ein gutes Gefühl sein, wissen was in den Seifen für Zusätze enthalten sind. Bei den gekauften Seifen weiß man das ja nie so genau.
    Ganz liebe Grüße,
    Christine

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über euere Kommentare. Danke, dass ihr euch die Zeit dafür nehmt :-)))

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