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Mittwoch, 12. Oktober 2011

Gestatten, Putzig! (Seife Nr. 27)

Seit zwei Wochen geht es bei mir in der Arbeit ziemlich rund. Ich habe mir zwar die Zeit nehmen können zum Seifeln, aber die Muße, alles in einigermaßen lesbarer Form zu posten, hatte ich nicht. Und am letzten Wochenende hatten wir auch noch Freizeitstress (wie gräßlich!). Wir waren nämlich faulenzen in Bad Windsheim mit seinem wunderbaren Freilandmuseum. Und am Sonntag haben wir noch in Lichtenau Station und einen Spaziergang rund um die Festung gemacht. Es war ein stimmungsvoller und sonniger Herbsttag, eigentlich zu schön für die recht düstere Geschichte dieser Burg:



Ich liebe solche moosbewachsenen Mauern:


Jedenfalls haben wir uns an diesem Wochenende gut erholt.

Schon eine ganze Zeit lang liebäugle ich mit der Herstellung von Putzseife. Es sammelt sich ja auch eine Menge an Seifenschnipseln an, die nicht schön genug sind, um in einer weiteren Seife verbraten zu werden. So habe ich also am 1. und 2. Oktober dem Drang nachgegeben und eine Menge an Energie und Zeit aufgewendet, um meine Seifenschnipsel auf 0% Überfettung zu bringen und auszusalzen.
Und das hat richtig Spass gemacht; vor allem weil es so gut duftet. Ich mag diesen Geruch nach warmer Kernseife, Schmierseife riecht auch so, so sauber. Ich hätte stundenlang vor dem Topf stehen und im Seifenschleim rühren können. Und als dann beim Aussalzen der Seifenkern jedesmal wieder etwas heller wurde, war das schon faszinierend. Zum Schluss habe ich noch ein bisschen ÄÖ Lavendel und ein paar Gramm Zitronensäure in die Seife gekippt. Die Pampe wurde dann - zugegebenermaßen mit etwas härteren Methoden - in ein paar hübsche Formen gepresst (auch Putzseife möchte schön aussehen). Und das ist dabei herausgekommen:

Vorstufe - Der bräunliche Putzglibber:


Und das Endprodukt - Schöne weiße Putzseife!



Mein Gewissen ist zwar nicht ganz rein wegen der gewaltigen Energieverschwendung beim Brutzeln meiner ach so sauberen Putzig (reinster IKEA-Sprech), aber nach einer Woche Bedenkzeit habe ich es sofort wieder getan (Arrgghh!). Ich habe meine für Schrubbsäcke vorgesehenen Seifenschnipsel (-krümel, -brocken, -abschnitte, -reste und -späne) in Wasser aufgelöst, nachverseift und ausgesalzen. Ich kann es nicht lassen. Davon müsst ihr aber keine Bilder gucken (noch nicht, hähä).


miscellanea

Kommentare:

  1. Die Putzseife hast Du aber noch richtig schön in Form bekommen.

    LG
    Eva

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  2. Ich schau ja immer mit faszienierten Abstand auf diese Mühsal. Mein, was ihr euch da antut... Und ja, ich fummel auch gern, aber irgendwie anders.
    Find aber das Ergebnis sehr ansprechend. Und putzt die dann auch richtig sauber?
    Hab letztens meine ganzen Seifenreste (also keine Schnipsel) mit nach Afrika gegeben, da war ich dann irgendwie beruhigt. Aber wenn ich die Gelegenheit nicht mehr hab... vielleicht ist Putzig ja eine Alternative... LG Anke

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Ich freue mich über euere Kommentare. Danke, dass ihr euch die Zeit dafür nehmt :-)))

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