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Mittwoch, 17. August 2011

Kräuterhexenseifen mit Frauenmantel, Minze und Salbei (Seifen Nr. 16 und Nr. 17)

Da in unserer Küche seit zwei Wochen alles, was der Garten hergibt, zu Marmelade gekocht, in Essig eingelegt oder mit Wodka zu Limes verarbeitet worden ist, hatte ich keinen Platz zum Seifeln. Aber am Montag habe ich gleich zwei Kräuterseifen gemacht, eine mit Frauenmantelblättern und eine mit viel frischer Minze und einigen Salbeiblättern. Einen Teil der Kräuter hatte ich schon am Samstag in Rapsöl mazeriert und seither ziehen lassen. Der andere Teil kam frisch in die Seifen.


Folgendes Rezept habe ich verwendet:
290g Rapsöl (je 145g, angesetzt mit den mazerierten Blättern)
200g Kakaobutter
250g Olivenöl
250g Sonnenblumenmargarine
100g Jojobaöl
10g Bienenwachs (weiß)
100g Kokosfett
50g Mandelöl
Gesamtfettmenge 1250g
430g Wasser
Wasser zum Anrühren der Tonerden
60g Meersalz
Geplante ÜF: 7-8%
Das Fett wird gemeinsam geschmolzen, dann geteilt, zu jeder Hälfte kommt ein Rapsölauszug, die Lauge wird in zwei Portionen angerührt.

Was kommt noch in die Frauenmantelseife:

Rapsöl mit sieben mazerierten Blättern (Mazerat wird abgeseiht, nur Öl kommt in die Seife)
Weitere sechs Frauenmantelblätter (fein zerkleinert)
Gelbe Tonerde
Weiße Tonerde
Grüne Tonerde
Beduftet mit ÄÖ: Geranium, Thymian, Rosmarin, etwas Patchouli, je zwei Tropfen Cananga und Zedernholz

Die eine Hälfte des Seifenleims habe ich mit gelber und etwas weißer Tonerde gefärbt. In die zweite Hälfte kamen die pürierten Blätter und grüne und etwas weiße Tonerde. Ich dachte, wenn die Kräuter braun werden, sieht das mit etwas grüner Farbe außen herum schöner aus.





Zu der Minze-Salbeiseife mit Ghassoul kommen noch folgende Zutaten:
Rapsöl mit mazerierten Minz- und Salbeiblättern (Mazerat wird abgeseiht, nur Öl kommt in die Seife)
Weitere Minz- und Salbeiblätter (fein zerkleinert)
Ghassoul
Weiße Tonerde
Grüne Tonerde
Etwas Pfefferminztee (ursprünglich zum Bestreuen, dann in den SL gerührt)
Beduftet mit: Litsea cubeba, Zitronenmyrte, etwas Bergamotte-Minze 


Bei diesen Seifen hat wieder der Seifenkobold in die Küche geschielt, obwohl ich ihn doch bei Kap Hoorn ins Meer gejagt hatte. Gibt offensichtlich mehr von der Sorte (hihihuii). 
Die Minzeseife wollte ich in zwei Schichten machen, unten eine braune Schicht mit Ghassoul, oben eine topfmarmorierte Schicht aus einem Viertel des Seifenleims mit Kräuterpampe und grüner und etwas weißer Tonerde und einem Viertel nur mit grüner Tonerde. Als ich die Seife in der Form hatte, fiel mein Blick auf das Rapsöl, das ich vergessen hatte. Also habe ich die Seife nochmals in den Topf gelöffelt und das Rapsöl mit dem Stabmixer eingearbeitet. Das hat tatsächlich noch geklappt, aber jetzt ist die Seife einheitlich grün und gesprenkelt. Sie ist aber ganz hübsch geworden und duftet hervorragend.




Die Frauenmantelseife hingegen duftet sehr kräuterig. Das Geraniumöl, das ich als Hauptduft wollte, dringt kaum durch, dafür sind Rosmarin und Thymian sehr kräftig. Aber optisch ist sie schon sehr ansprechend.




Vielleicht verfliegt ja dieser extrem starke Kräuterduft noch ein bisschen. Bisher jedenfalls animiert mich diese Seife nicht zum Waschen, sondern zum Kochen - Hähnchenschenkel mit Thymian und Rosmarin und ... Patchouli? Bäh!


miscellanea

Kommentare:

  1. Sie sind beide wunderschön geworden und mir gefällt die gesprenkelte Seife mit dem Stempel besonders gut.
    Ich mag Rosmarinduft kann aber aus meiner Erfahrung sagen, dass er bei mir immer nachgelassen hat und sich nicht so lange in der Seife gehalten hat also kann's gut sein, dass das Geranium doch noch durchkommt.
    Liebe Grüße

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  2. da hast Du aber schöne Kräuterseifen gebastelt :-) die Frauenmantelseife gefällt mir besonders, das Frauenmantelgrün bleibt Dir wohl erhalten. Das Kraut wächst wie verrückt im Garten.
    LG
    Sibylle

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  3. Great soap, might try your recipe!

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  4. Die Seifen sind richtig zum anbeißen! Sehr schön!
    Liebe Grüße
    Jadwiga

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Ich freue mich über euere Kommentare. Danke, dass ihr euch die Zeit dafür nehmt :-)))

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