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Sonntag, 31. Juli 2011

Die Brandung - Eine ganz zufällige Seife (Seife Nr. 14)

Die Damen in meiner Klöppelgruppe, die mich Klöppelanfängerin seit Jahren unter ihre Fittiche genommen haben (und noch nicht daran verzweifelt sind?), beherrschen einfach jede Handarbeit. Und wenn sie auf etwas stoßen, das sie noch nicht gemacht haben, dann müssen sie das lernen. Nun habe ich zu unserem letzten Treffen (Treffen, ja, ja. Futtern beim Italiener!) einige meiner Seifen und Filzseifen mitgebracht (Leichtsinn!). Das war letzten Mittwoch. Und schon am Freitag haben wir uns alle getroffen, um - Seife zu machen, richtig.
Wir waren zu fünft, und ich musste den Coach geben. Ich war richtig aufgeregt. Aber es hat alles geklappt wie am Schnürchen. Nur eine Form ist leider umgekippt, als sie zum Gelen warmgestellt werden sollte, und die Hälfte dieses Seifenleims war futsch. Aber sonst, ein verlustfreier und lustiger Abend.
Wir haben 4200g Fette geschmolzen und davon bekam Jede ein Kilogramm. Ich bekam nichts, ich habe abgemessen, vorgeführt, gerührt und aufgepasst. Für eine marmorierte Seife haben wir folgendes Rezept verwendet:


Olivenöl 30%
Rapsöl 25 %
Palmfett 20%
Kokosfett 15%
Mandelöl 5%
Sojaöl 4%
Bienenwachs (weiß) 1%
Wasser pro Kilogramm Fett: 340g
Geplante ÜF: 8%


Die Lauge wurde je auf den Liter Fett einzeln abgewogen und angerührt. Zwei Seifenleime sind mit ÄÖ Lavendel, Lavandin, Bergamotte-Minze und Amyris beduftet, zwei mit Verbene, Geranium, Patchouli und Bergamotte-Minze. Zum Färben haben wir Blaupaste, Ultramarinviolett, Violett dunkel, Blütenorange und gelbe und graue Tonerde benutzt. 
Von einer der Seifen habe ich sogar schon ein Stück bekommen. Sie ist mit Blaupaste, Violett dunkel und grauer Tonerde gefärbt und duftet nach Verbene. Ist sie nicht schön geworden?




Von den anderen Seifen bekomme ich erst noch "Belegexemplare". Ich bin schon sehr gespannt.
Aber - jetzt kommt das Beste. Ich habe mir von jedem Seifenleim in jeder Farbe und Duftrichtung ein bis bis zwei Löffel abgezweigt oder auch den Rest, der in keine Form mehr passte. Das ergab vier je dreifarbige Schichten, die ich jeweils einzeln marmoriert habe. Und das habe ich nach dem Ausformen und Schneiden gesehen - Voilà! Die Brandung:







Ich bin begeistert von meinem Seifchen, so begeistert, dass ich es in viel zu dünne Scheiben geschnitten habe, um auch alle Einzelheiten der Marmorierung genießen zu können. 
Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Färbungen mit Blaupaste geworden sind,  grün bis blau. Und die Seife duftet himmlisch!
Unserer alten Miez ist das Trara um die Seiferei schnurzpiep. Für sie ist Glück manchmal ganz einfach:
Eine große Schachtel ...




... für eine alte Schachtel ...




... und schon ist die Welt so viel entspannter.


miscellanea

Kommentare:

  1. Die Brandung ist ja DER Hammer! Ist das Zufall mit der Welle??? *Blaupastebrauch*
    Ohhh Mietz Mietz:-)))
    LG Petra

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  2. That is beautiful soap, great "surf". Wow!

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  3. Die Namensgebung "Die Brandung" paßt wie die Faust aufs Auge....
    Sehr sehr klasse!!!
    LG Cristina

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  4. Wow, die sieht wirklich aus wie ein Gemälde, Deine Brandung! Sie ist einfach wundertoll!
    Ich bin begeistert! Ähhh ... Du hast doch wohl nicht den "Klöppelweibsen" die ganzen niedlichen Käfer mitgebracht, oder?
    Liebe Grüße

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  5. Hallo Friesenfan,
    die Krabbelteile durfte ich nur unter Hinterlegung einer Kaution überhaupt aus der Wohnung entfernen. Und beim Zurückkommen wurde durchgezählt. Und die Klöppelladies durften ihnen nur unter Aufsicht einmal über die Flügeldecken streicheln. Jetzt liegen sie im Safe - die Käfer nicht die Damen.
    Viele Grüße
    Petra

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  6. Die sieht ja klasse aus, tatsächlich wie Brandung manchmal schafft der Zufall wunderschöne Kunstwerke.

    LG Andrea

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  7. passender Name für eine wunderschöne Seife,
    der Mieze geht es aber echt gut :-) ...
    lG
    Sibylle

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Ich freue mich über euere Kommentare. Danke, dass ihr euch die Zeit dafür nehmt :-)))

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